Die Bouleliga ist eine Gemeinschaft von Mannschaften und Vereinen aus dem Stadtgebiet Petershagen, die den Boule- und Petanquesport ausüben und die Verbreitung, Förderung und sämtliche damit zusammenhängende Belange dieser Sportart unterstützen. Weiterhin soll das Miteinander der Dörfer auf beiden Weserseiten gestärkt werden und so zu einem besseren WIR-GEFÜHL innerhalb der Stadtgrenzen beitragen. Beschlüsse werden mit einfacher Mehrheit der anwesenden Vertreter gemeinschaftlich auf einer Versammlung gefasst. Spielgemeinschaften außerhalb der Stadt Petershagen können am Spielbetrieb nicht teilnehmen. Jedes Team muss den Ortsnamen im Teamnamen führen. Das Ziel der Liga sollte auch sein, alle Ortschaften im Stadtgebiet Petershagen zu motivieren eine eigene Boulemannschaft zu stellen, um das Miteinander der Ortschaften zu stärken. Über die Neuaufnahme eines neuen Ortsteams sowie deren Teilnahme am Spielbetrieb entscheiden die in der Versammlung anwesenden Vertreter der Liga. Mannschaftsneumeldungen müssen bis zum Tage des Infotreffens eines jeden Jahres beim ORGA-Team oder vor Ort beim Infotreffen eingehen. Die Bouleliga Petershagen startet mit 9 Mannschaften.

 

Ligaspielordnung 2019                                                                                                               

(Fassung vom 13.04.2019)

1. Spieltage

Alle Mannschaften spielen an festgelegten Spieltagen, die von der Versammlung terminiert und per E-Mail an die einzelnen Teams verschickt werden. Der Spielplan wird mind. 1 Monat vor dem 1. Spieltag bekanntgegeben und enthält die Paarungen, Anfangszeiten und Spielorte. Der Staffelleiter übermittelt die Spielbögen für den jeweiligen Spieltag mind. 2 Tage vor Spielbeginn an die Spielführer/innen der gastgebenden Mannschaft. Der Spielbogen ist zum Notieren der Spielergebnisse und Kontrolle aller anwesenden Spieler/innen am Spieltag mitzubringen. Auf diesem Spielbogen sind die Namen aller spielberechtigten Spieler/innen vermerkt. Vor Spielbeginn erfolgt die Überprüfung der anwesenden Spieler/innen im Spielberichtsbogen .

2. Spielvoraussetzungen

Voraussetzung für eine Teilnahme am Spielbetrieb ist mindestens eine Spielbahn, sie sollte 3 m in der Breite und 12 m in der Länge nicht unterschreiten und eine äußere Begrenzung haben. Dabei ist die Spieloberfläche nicht festgelegt, es muss aber gewährleistet sein, dass ein ordentliches Spiel durchgeführt werden kann. Der Bereich des Spielfeldes (6 m u. 10 m) muss gekennzeichnet sein, gespielt wird aus einem 50 cm Kreis, der zum Abwurf der Kugeln durch das gastgebende Team  festgelegt wird. Ein Verschieben des Kreises während des Spiels ist nicht gestattet, so ist das erkennen des Spielbereichs immer gewährleistet. Ortschaften, deren Abwurf hinter dem Balken/Abgrenzung oder von den Bordsteinplatten erfolgt, müssen in der Mitte einen Kreis/Quadrat von 50 cm zum Abwurf markieren. Der Gastgeber ist für die Gewährleistung eines ordentlichen Spielbetriebes verantwortlich, zu Beginn und am Ende eines Spieltages muss mindestens ein Ansprechpartner der Heimmannschaft vor Ort sein. Wünschenswert ist die Gestellung von sanitären Anlagen im näheren Umfeld der Spielanlage. Wir weisen darauf hin, dass der Gastgeber nicht für die Verpflegung der teilnehmenden Mannschaften verantwortlich ist.

3. Mannschaften und Spielmodus

3.1 Jede Spielpaarung umfasst eine Spielrunde mit 3 Spielern pro Spiel (Triplette). Vor dem Spiel geben die einzelnen Teams bekannt, welche Spieler/innen das einzelne Spiel bestreiten, dies wird im Spielberichtsbogen notiert. Es können max. 4 Spieler für ein Spiel gemeldet werden. Während des Spiels kann 1 Spieler gewechselt werden, allerdings erst nach einem beendetem Durchgang, wenn der auszuwechselnde Spieler beide Kugeln geworfen hat (fliegender Wechsel). Ein Spiel ist beendet, wenn 13 Punkte erreicht, oder 30 Minuten Spielzeit vorüber sind. Ist das Spiel in diesem Zeitraum noch nicht beendet, wird es ausgespielt, auch wenn eine Zielkugel geworfen, und noch keine Kugel einer Mannschaft platziert wurde. Steht es nach 30 Minuten unentschieden zwischen beiden Teams, erfolgt noch ein weiterer Durchgang.

3.2 Vor Spielbeginn wird durch Auslosen vom Schiedsrichter festgelegt, welches Team mit dem Wurf der Zielkugel beginnt. Die Zielkugel muss dabei mindestens 50 cm entfernt von der Spielbegrenzung liegen, anderenfalls darf sich die gegnerische Mannschaft die Zielkugel frei nach Wunsch legen, allerdings müssen auch hier mindestens 6 m und max. 10 m vom Startpunkt eingehalten werden.

3.3 Für die Bouleliga Petershagen sind Wettkampfkugeln nicht erforderlich, Freizeitkugeln sind ausreichend. Um die Kugeln auf der Bahn der jeweiligen Mannschaften besser unterscheiden zu können, ist es sinnvoll, diese vorab farblich zu markieren. Die gastgebende Ortschaft ist nicht für die Bereitstellung von Spielmaterial zuständig.

3.4 Alle Mannschaften müssen sich pünktlich am Spielort einfinden, mind. 10 Minuten vor Spielbeginn erfolgt die Kontrolle aller anwesenden Spieler/innen auf dem Spielberichtsbogen. Die Anwurfzeit im Spielbogen muss eingehalten werden!

3.5 Die beiden Gastmannschaften eröffnen den Spieltag. Das Heimteam übernimmt dabei die Schiedsfunktion. Nach kurzer Pause erfolgen im Anschluss die weiteren Partien gegen den Gastgeber wie im Spielbogen aufgeführt. Beide Gastmannschaften haben auch die Funktion der Schiedsrichter.

3.6 Eine Mannschaft ist spielfähig, wenn mindestens 3 Spieler/innen anwesend sind. Nicht ausgetragene Partien werden mit 0 : 1 Punkten und 0 : 13 Kugeln als verloren gewertet. Eine Mannschaft ist nicht spielberechtigt, wenn weniger als 3 Spieler anwesend sind.

3.7 Spielberechtigt für die einzelnen Ortsteams sind nur Spieler/innen, die in der entsprechenden Ortschaft wohnen oder in einem ortsansässigen Verein in der Stadt Petershagen gemeldet sind.

3.8 Vor der Saison müssen mind. 5 Spieler/innen beim Staffelleiter gemeldet werden. Dies soll gewährleisten, dass eine Mannschaft im Saisonverlauf immer einsatzfähig ist.

3.9 Nachmeldungen von Spieler/innen können bis max. 1 Woche vor dem nächsten Spieltag gemeldet werden. Spieler/innen, die für eine Mannschaft gemeldet sind, dürfen in der laufenden Saison (August bis Mai des nächsten Jahres) nicht für eine andere Mannschaft spielen. Bei Regelverstößen werden alle Ligabegegnungen durch Einsatz nicht berechtigter Spieler annulliert.

4.0 Spielwertung

Für den Sieg einer Mannschaft gibt es einen Matchpunkt. Die Rangfolge der Tabelle wird ermittelt nach:

a.) der Anzahl der Matchpunkte aller Begegnungen
b.) der Differenz der geworfenen Kugeln
c.) dem direkten Spielvergleich

5.0 Spielbogen

Nach Ende des Spieltages bestätigen die teilnehmenden Mannschaften durch Unterschrift der Spielführer/innen den ordnungsgemäßen Spielverlauf und die Spielergebnisse. Der Spielbogen muss spätestens nach 3 Tagen dem Staffelleiter überbracht werden. Dies kann auf dem Briefweg oder durch Mitnahme eines Spielers geschehen. Noch am Abend des Spieltages sollte der Spielbogen abfotografiert werden und an die Adresse info@boule-petershagen.de verschickt werden. Der Staffelleiter überprüft alle Spielbögen auf Richtigkeit, wertet die Ergebnisse in einer Tabelle aus, und sendet diese dann per Email an die Spielführer/innen der einzelnen Mannschaften. Auch die Presse bekommt hiervon eine Niederschrift zur Veröffentlichung.

6.0 Schiedsrichter

Jede Mannschaft übernimmt am Spieltag die Schiedsfunktion. Die Schiedsrichter, die das Spiel leiten, sind gehalten, die strikten Spielregeln zu überwachen. Während des laufenden Spiels dürfen nur die Schiedsrichter die Boulebahn betreten. AUSNAHME: Nur der Spieler, der als nächstes zum Wurf berechtigt ist, kann sich vor dem Spielzug von der Situation am Spielort ein Bild machen, dafür ist es ihm gestattet die Boulebahn zu betreten. Dadurch soll ein zügiger Spielverlauf gewährleistet und Diskussionen auf dem Spielfeld unterbunden werden. Die Aufgaben der Schiedsrichter umfasst das exakte Messen der Spielkugeln und die Notierung des Ergebnisses im Spielbogen, sowie die Bedienung der Anzeigetafel des aktuellen Spielstands. Weiter ist darauf zu achten, dass die Messinstrumente im einwandfreien Zustand sind und ein bestmögliches Messergebnis garantieren. Es ist selbstverständlich, dass die Schiedsrichter ihren Aufgaben und Pflichten unparteiisch nachkommen und nach bestem Gewissen handeln. Die gastgebende Mannschaft stellt die Messinstrumente während der Spiele zur Verfügung (Uhr, Zollstock, Maßband).

7.0 Verhalten der Spieler und Zuschauer

Während der regulären Zeit, die ein Spieler benötigt, um seine Kugel zu spielen, müssen die anderen Spieler und die Zuschauer entsprechende „Zimmerlautstärke“ einstellen. Die Gegner dürfen weder umhergehen, noch gestikulieren oder irgendetwas tun, was den Spieler stören könnte. Die Spieler, welche diese Vorschriften nicht beachten, können vom Wettbewerb ausgeschlossen werden, wenn sie ihr Verhalten nach einer Verwarnung durch den Schiedsrichter beibehalten.

8.0 Verhalten der Spieler und Zuschauer nach Spielende

Nach dem Ende der Spiele ist ein zügiger Aufbruch in die Heimat nicht zu empfehlen, sondern das Miteinander am Tisch zu hegen und zu pflegen. Getränke und Wurstwaren dürfen dann den Gastmannschaften für einen Obolus gereicht werden, dies ist aber keine Pflicht, sondern findet auf freiwilliger Basis statt. Selbstverständlich sollen enttäuschte Teams aufgemuntert und daran erinnert werden, dass nur einer gewinnen kann und man sich immer zweimal sieht.

9.0 Spielregeln

9.1 Es gelten die „Offiziellen Pètanque-Spielregeln des Deutschen Pètanque Verbandes“, mit Ausnahme folgender Regeln in der Bouleliga Petershagen wurde mehrheitlich festgelegt:

9.2  Es können max. 4 Spieler in einem Spiel eingesetzt werden. Während des Spiels kann 1 Spieler gewechselt werden, allerdings erst nach einem beendeten Durchgang, wenn der auszuwechselnde Spieler, beide Kugeln geworfen hat (fliegender Wechsel).

9.3 Freizeitkugeln müssen farblich markiert sein, um den Schiedsrichtern eine eindeutige Zuordnung zu den jeweiligen Teams schnell zu ermöglichen.

9.4 Betreten der Boulebahn: Während des laufenden Spiels dürfen nur die Schiedsrichter die Boulebahn betreten. Ausnahme: Nur der Spieler, der als nächstes zum Wurf berechtigt ist, kann sich vor dem Spielzug von der Situation am Spielort ein Bild machen, dafür ist es ihm gestattet, die Boulebahn zu betreten.

9.5 Maßnahmen bei ungültiger Zielkugel:

Wird im Verlauf einer Aufnahme die Zielkugel ungültig, erfolgt grundsätzlich eine Neuaufnahme. Die Aufnahme wird mit 0 Punkten gewertet (annulliert), die Zielkugel fällt der Mannschaft zu, die zuvor gepunktet oder die Auslosung (Platzwahl) gewonnen hat.

9.6  Eine Zielkugel ist ungültig, wenn sie im Laufe einer Aufnahme die Außenkante des Spielfeldes berührt hat, auch wenn sie von dort ins Spielfeld zurückläuft.

9.7 Während einer laufenden Aufnahme ist es nicht gestattet ein Loch zu schließen, das durch eine davor gespielte Kugel entstanden ist. Erst nach Beendigung der Aufnahme können Unebenheiten auf der Bahn ausgebessert werden.

10.0 Allgemeines

Es wird vereinbart, dass Ligapaarungen im gegenseitigen Einvernehmen vor den festgelegten Spielterminen gespielt werden dürfen. Die Verlegung der Spiele können die beteiligten Mannschaften untereinander regeln, müssen aber dem Staffelleiter gemeldet werden. Nur am letzten Spieltag müssen alle Spiele zeitgleich stattfinden, um Spielmanipulationen auszuschließen.