Boule in Friedewalde; Stefan Brandt (hintere Reihe von links), Dieter Brandt, Michael Thielking; Nicole Beermann, Gerhard Beermann, Angelika Dreier. // Diplom-Volkswirt Jürgen Krüger

Was aus einer Bierlaune heraus entstand, hat sich mittlerweile in Friedewalde organisiert: im Dorf gibt es eine Boule-Mannschaft. Gerhard Beermann ist so etwas wie der Mannschaftsführer der momentan dreizehn Mitglieder umfassenden Boule-Gruppe. Und es dürfen gerne noch ein paar mehr werden. “Wir sind offen für alle und freuen uns, wenn wir neue Mitglieder bekommen”, sagt Gerhard Beermann. Einen Verein zu gründen sei momentan aber nicht geplant, dennoch spielt die Friedewalder Boulemannschaft in der Petershäger Stadtliga II und hatte kürzlich die Mannschaften von Hävern und Buchholz zu Gast. Gegen Buchholz gab es eine 6:8-Niederlage, gegen Hävern II feierten die Friedewalder mit 13:4 ihren ersten Saisonsieg.

Barrierefreie Doppelbahn geplant
Ausgetragen wurde der Spieltag auf der Aschebahn am Sportplatz. “Die Bahn ist grauenhaft”, sagte eine der Gästespielerinnen. Die Aschebahn sei ohnehin nur ein Provisorium, wie Gerhard Beermann sagt. “Wir möchte eine barrierefreie Doppelbahn bauen, weil Boule auch von Menschen mit Handicap gespielt werden kann”, so der 67-Jährige. Als Standort habe sich die Gruppe eine Fläche an der Turnhalle hin zum Radweg ausgesucht und auch schon mit der Stadt Petershagen als Grundbesitzeigentümerin gesprochen. “Wir haben grünes Licht bekommen”, sagt Gerhard Beermann. Allerdings müsse die Boulegruppe mit dem Beginn der Bauarbeiten so lange warten, bis die Sanierung der Turnhalle abgeschlossen sei. Vom Heimatverein Friedewalde gab es 1.000 Euro Unterstützung, die jeweils als 500-Euro-Spende von der Volksbank Mindener Land sowie der Sparkasse Minden-Lübbecke stammen. Angeliefert sind bereits gesponserte Betonplatten für die Umrandung.

Ein ganz einfaches Spiel
Enstanden ist die Boule-Gruppe im Sommer 2017, als sich der Fanclub von Werder Bremen, der sich oft bei Gerhard Beermann trifft, in Hävern bei Helmut Hachmeier zu Gast war. Dort war auch Uwe Schäkel, Spielleiter der Bouleliga, die Friedewalder Fußballfans mit zur Boulebahn. “Das hat richtig Spaß gemacht”, schwärmt Gerhard Beermann. Daraufhin entsteht auch in Friedewalde eine Boulemannschaft. Boule ist ganz einfach und für nahezu jedes Alter geeignet. Vom Prinzip her muss man eine Stahlkugel möglichst nahe an eine kleine Zielkugel werfen. Im Ligaspielbetrieb gewinnt der, der zuerst 13 Punkte hat oder wer nach maximal einer halben Stunde Spielzeit die meisten Punkte hat. Boule lässt sich aber prima außerhalb einer Liga spielen.

Wer sich für das neue Sportangebot in Friedewalde interessiert, sollte sich mit Gerhard Beermann unter Telefon (0 57 04) 15 95 in Verbindung setzen. “Wir haben noch kein regelmäßiges Training, sondern sprechen uns ab”, sagt er.

Alle Fotos von Michael Krüger